Diskussionen über Werkzeuge sind so verbreitet (und oft auch so irrational) wie Auseinandersetzungen über Traumautos. Viele Lehrbücher gehen deshalb konkreten Softwareprodukten aus dem Weg und versuchen ihre Lernziele ohne Rückgriff auf bestimmte Plattformen und Werkzeuge zu erreichen. Der rechnerpraktische Einsatz von System- und Anwendungssoftware bietet aber oft die einfachste Möglichkeit, theoretische Konzepte einzuüben und auf die betriebliche Praxis vorzubereiten. Vor allem Curricula zur Softwareentwicklung kommen nicht an Produkten vorbei, die den theoretischen Hintergrund veranschaulichen.
Diese Hilfedatei illustriert am Fallbeispiel TESTS die Spezifikation, den Entwurf und die Implementation einer Datenbankanwendung mittlerer Komplexität. Dabei gilt es grundsätzliche Konzepte von kurzlebigen Werkzeugdetails zu trennen. Dies fällt leichter, wenn ein Werkzeug die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
Es enthält möglichst wenige, aber orthogonale Konzepte, welche die gewünschte Funktionalität abdecken
Als High Level Level Tool ermöglicht es einen breiten Einsatz ohne übermässigen syntaktischen Ballast
Synergien erleichtern den Umstieg auf weitere Werkzeuge
Seine Verbreitung macht es in den Augen der Studierenden praxisrelevant
Das Werkzeug lässt sich kostengünstig auf dem eigenen Rechner einsetzen.
Wir überlassen es dem Leser, die von uns eingesetzten Werkzeuge an diesen Kriterien zu messen:
Visual Basic
VBScript für die Programmierung von Web- und Scripting Host-Anwendungen
QBE und SQL unter MS Access
GUI- und Datenzugriffs-Bibliotheken von MS Access
interaktive Definition von Datenbankobjekten in Access (insbesondere von Formularen und Berichten).